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Am 27. Oktober 2023 ist das exklusiv auf Paramount+ verfügbare South Park Special mit dem Namen „Joining the Panderverse“ erschienen. In dieser durchaus sehenswerten Folge machen sich Trey Parker und Matt Stone gezielt über Disney, die sinkende Qualität der Produktionen dieser Firma und die als Präsidentin von Lucasfilm fungierende Kathleen Kennedy lustig. Das namensgebende Panderverse ist dabei dann eine alternative Version von South Park, in der alle Charaktere durch diverse ältere Frauen ausgetauscht wurden.


Durch das Panderverse, Cartmans Angst vor diesem Universum und eine alternative Variante von Kathleen Kennedy erforscht das Special die Idee von erzwungener Wokeness in unseren modernen Medien. Natürlich nimmt South Park in diesem Punkt keine eigene Haltung ein und die Episode lacht gleichmäßig über beide Seiten der Debatte und ihre jeweilige Heuchelei. Besonders schlecht wegkommt dabei dann Kathleen Kennedy, die in keiner Version einen besonders angenehmen Eindruck vermittelt.

Besondere Freude an dieser Episode hatte wohl die Schauspielerin Gina Carano. Diese Dame wurde im Februar 2021 aus der Erfolgsserie The Mandalorian entfernt und sie scheint noch immer einige unschöne Gefühle für Kennedy zu hegen. Deshalb veröffentlichte Bleeding Cool am vergangenen Wochenende auch einen von Carano verfassten Rant, der betont, wie sehr sie Kennedy und ihre Art verachtet. Gleichzeitig glaubt sie wohl fest, dass Disney jetzt sowohl gegen South Park als auch gegen alle über dieses Special sprechenden Influencer vorgehen wird.

Auch wenn die Folge natürlich Kennedy und Disney kritisiert, so macht sie sich aber auch gleichzeitig über Leute wie Gina Carano lustig. Diesen Punkt hat die Schauspielerin wohl nicht wirklich bemerkt. Mit diesem Rant unterstreicht sie direkt einen der Punkte, den dieses Special mit Cartman negativ hervorgehoben hat.


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3 KOMMENTARE

  1. Die Folge dreht sich genauso darum, dass sich viele Menschen durch Woke-Diskussionen von den eigentlichen Problem der Welt ablenken lassen. So verlieren viele South Park-Bewohner ihre Jobs durch KI und fangen an gegen den Kapitalismus zu rebellieren.

    Aber zum Ende wird ihnen vorgegaukelt, dass Kathleen Kennedy an allem Schuld ist und alle reihen sich wieder brav in den Kapitalismus ein.

    Schon komisch, dass hier auch nur auf Kathleen Kennedy eingegangen wird und die größere Message der Folge nicht besprochen wird.

    • Dann hast du es aber nicht richtig verstanden. Keiner hat seinen Job durch KI verloren. Es ging darum, dass niemand mehr irgendwas alleine auf die Reihe bekommt, wie z.B. ein Paket öffnen und dass für alles ein Handwerker benötigt wird. In unserer Welt sind nunmal viele Berufe Mangelware, weil Leute es vorziehen zu studieren oder irgendeinen Blödsinn zu machen. Hinterher sucht man sich dann einen Bösewicht, die reichen Handwerker, anstatt sich an die eigene Nase zu fassen, nach dem Motto „Warum kann ich Idiot eine Ofentür nicht alleine reparieren“.

      Wie am Ende Randy sagt: „It´s not us. We did not waste our time in college. We did not get lazy from technology. It is Kathleen Kennedy’s Fault.“

      • Ihr habt beide Recht. Beides ist in der Folge zugkeich kritisiert worden. Vor allem dadurch, dass die Handwerkermilliardre sich dieses idiotische Weltraumrennen liefern. Das ist die direkte Kritik am modernen Tech-Kapitalismus. Randy und Co. Nachdem sie vergeblich das College angreifen sagt Randy die Milliardare seien schuld. Da steckt drin, dass das eine platte und zu einfache Schuldzuweisung ist, man solle doch eher schauen, dass man wichtige Skills micht verlernt, zugleich werden die Milliardäre aber krass überzeichnet und durchaus als die Idioten dargestellt die sie sind, womit ihnen eine Mitschuld angetragen wird. Diese Folge sollte man dringend mal in der Oberstufe analysieren lassen. Da wird in ALLE Richtungen ausgeteilt. Sie ist eher satirisch als lustig.

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