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In der vergangenen Woche hat Papst Franziskus wieder einmal seine jährliche Neujahrsbotschaft zum Weltfriedenstag mit der Öffentlichkeit geteilt. Interessanterweise konzentriert sich der Papst in dieser Ansprache hauptsächlich auf die in 2023 deutlich stärke gewordene Verwendung von AI-Technologie. Dabei lobte er zwar die jüngsten Fortschritte in diesem Bereich, aber er warnte gleichzeitig auch vor den ernsthaften Risiken, die ein verantwortungsloser Umgang damit bergen könnte.

Die bemerkenswerten Fortschritte in den neuen Informationstechnologien, insbesondere im digitalen Bereich, bergen daher erstaunliche Möglichkeiten und ernsthafte Risiken, mit schwerwiegenden Auswirkungen auf das Streben nach Gerechtigkeit und Harmonie zwischen den Völkern. (via)

Laut Papst Franziskus geht die Gefahr von AI beispielsweise durch den Missbrauch in Desinformationskampagnen, Diskrimienierung oder die Einmischung in Wahlprozesse aus. Gleichzeitig hält er es für problematisch, wenn man AI bei Entscheidungsprozessen verwendet wie dem Einsatz autonomer Waffensysteme verwendet. Bei Algorithmen und digitalen Technologien könne man einfach kein ethisches und verantwortungsvolles Handeln voraussetzen, welches man bei Menschen erwarten würde.

Der aktuelle Papst wirbt in seiner Ansprache aus diesem Grund auch für ein „verbindliches“ internationales Abkommen rund um diese aufkommende Technologie. Er hofft darauf, dass diese neue Technologie die Menschen aufwertet und nicht zu einer weiteren Verschärfung der globalen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten führt. In seinen Augen sind technische Entwicklungen, deren Folgen nicht auf eine Verbesserung der Lebensqualität der gesamten Menschheit hinauslaufen, nämlich kein echter Fortschritt.

Auch wenn die Kirche einen gewissen Hintergrund mit dem Kampf gegen aufkommende Technologien hat, so liegt der Papst im Grunde aber nicht falsch. AI-Technologien birgt viele Risiken und 2023 hat uns bereits einige Beispiele dafür präsentiert. Wichtig sind das Erkennen dieser Schwierigkeiten und das Ausarbeiten von Lösungen. Zudem kann man unterstreichen, dass technischer Fortschritt die Leben von Menschen verbessern und nicht schlechter gestalten sollte.


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6 KOMMENTARE

  1. Ich möchte vor der Religion und dem Papst warnen. Diese Dinge sind mindestens genauso gefährlich, vielleicht sogar gefährlicher.

  2. Schlimm ist auch was grad alles AI Content im Bereich Geschichte auf Youtube abgeht.

    Wir haben ja eh schon ein sehr verzehrtes Geschichtsbild dankt Bikings und co.
    Aber bei den AI Bildern die die neuen Geschichtskanäle da für ihre Videos generieren denkst echt nur noch ,ist das Bildmaterial aus einer D&D oder DSA Box von 1992?

    Und wenn man man bedenkt wie sich Bikings in den Köpfen festgesetzt hat wird einem angst und bange.
    Es könnte echt 1823 und die Bevölkerung wird mit den aufkommen der Massenmedien konfrontiert und jeder Dulli kann schreiben was er will und findet seine gläubigen.

  3. Es zeigt sich immer wieder das einer der meistbelachten Sätze unsere Zeit so viel Wahrheit beinhaltet:
    „Das Internet ist für uns alle Neuland.“
    Genau so ist es. Wir beschreiten Wege deren Enden wir uns nicht mal Ansatzweise vorstellen können. Und weder unsere Gesellschaft, noch unsere Rechtsprechung, sind darauf vorbereitet.

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