Krieg in Stuttgart

Der Streit um “Stuttgart 21” eskaliert momentan. Was da gestern bei der “eigentlich friedlichen Demo” abging, kann man einfach nicht mehr wegdiskutieren, auch wenn die verantwortlichen Politiker das immer wieder versuchen (Klick mich). Wenn man diese Bilder von gestern sieht, wird einem ganz anders…

Ansonsten gibt es auch eine Menge Mails und Kommentare aus der Community, von Menschen, die gestern auf der Demo anwesend waren. Einer der krassesten Fälle dürfte wohl dieser hier sein:

Ein ca. 60-jähriger Mann liegt am Boden, 2 Bekannte von mir knien neben ihm. “Was ist hier los”, frage ich. “Er hat eine volle Ladung Reizgas abbekommen und ist zusammengebrochen. Kannst Du einen Krankenwagen organisieren?”. Ich gehe also los, leihe mir ein Handy aus und wähle 112.

“112 Notruf, wer spricht da bitte?”

“Max Kirste hier. Im Schlossgarten ist ein ca. 60-jähriger Mann nach einem Reizgasangriff zusammengebrochen.”

“Aha. Und was soll ich da jetzt tun?”

“Sie sollen einen Krankenwagen herschicken, was denken Sie denn?!”

“Nö, wegen eines Tränengasangriffs schicken wir keine Krankenwägen los.”

“Hier liegt ein kollabierter Mann herum, ich weiß nicht ob er nicht vielleicht einen Herzinfarkt hat und Sie wollen keinen Krankenwagen herschicken?!?! Habe ich Sie richtig verstanden?”

“Ja, genau”

Hier könnt Ihr die komplette Geschichte nachlesen —> Klick mich

Abschließend möchte ich noch kurz einen Satz zitieren, der ebenfalls aus der Mail eines Augenzeugen stammt:

Und ein Opa in den Protesten meinte: “Das wäre wie im dritten Reich, nur das die SA nicht maskiert war!”

Hier noch zwei Presseberichte über die ganze Sache —> Giessener Zeitung, TAZ

Aufgrund der ganzen Mails von Euch, gehe ich mal davon aus, dass Euch das Thema durchaus beschäftigt. Wenn Ihr also etwas zur Sache/Diskussion beitragen wollt, stehen Euch dafür die Comments offen!

Zum Schluss noch ein Statement unserer Bundeskanzlerin zur Sache:

Deutschland müsse zeigen, dass man zuverlässig sei. Man könne in Europa nicht zusammenarbeiten, wenn die Politik danach ausgerichtet werde, „wie viele Menschen gerade auf der Straße stehen“.

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